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Wochenbettdepression – betroffene Mütter

Liebe ’neugeborene‘ Mutter,

Ihr ersehntes Baby ist da und Sie denken:

Eigentlich sollte ich glücklich sein!

Aber Sie fühlen es nicht. Stattdessen fühlen Sie sich schlecht, verunsichert, traurig. Sie sind erschöpft und überfordert von all den Bedürfnissen Ihres Babys.

Vielleicht haben Sie Schuldgefühle. Sie befürchten, Ihr Baby nicht richtig lieben zu können, eine schlechte Mutter zu sein. Sie denken, es würde nur Ihnen so gehen. Doch so ist es nicht.

Ist das schon eine Wochenbettdepression?

Stimmungstief im Wochenbett

Die meisten Frauen sind nach der Geburt emotional überwältigt und oft ‚dünnhäutig‘. Dieser Umstand ist zunächst einmal sinnvoll. Die Mütter können so sensibel auf alles reagieren, was um sie herum vorgeht.

Nicht selten jedoch kommen auch andere Gefühle hinzu. Viele Frauen fühlen sich in der neuen Lebenssituation überfordert und verunsichert.

Zunächst kann es sich dabei um das Stimmungstief im Wochenbett handeln. Früher wurde dazu etwas abwertend ‚Heultage‘ gesagt. Inzwischen wird meistens die Bezeichnung ‚Baby-Blues‘ aus dem Englischen verwendet.

Dieser Stimmungsumschwung tritt in den ersten zwei Wochen nach der Geburt, zumeist in den ersten drei bis fünf Tagen auf. In diesen Zeitraum fällt eine erhebliche hormonelle Umstellung, die eine veränderte Stimmungslage auslösen kann.

Hinzu kommt für viele Frauen der Milcheinschuss. Dieser kann ebenfalls körperliche und emotionale Arbeit bedeuten. Auch die noch ungewohnte Situation mit dem Neugeborenen kann auf die Eltern und besonders Mütter erschöpfend wirken.

Elternwerden – Elternsein

Die Geburt eines Kindes ist eines der schwerwiegendsten Lebensereignisse. Insbesondere die Mutter und ihr neugeborenes Baby sollten in den Monaten nach der Geburt geschützt und gut begleitet werden.

In unserer Gesellschaft gibt es für den Übergang von der Schwangerschaft zum Elternsein kaum unterstützende Rituale. So haben die ‚neuen‘ Familien selten genügend Zeit und Raum sich kennenzulernen.

Stattdessen häufen sich in den ersten Tagen zahlreiche Besuche. Zum einen erscheinen die Erwartungen und Anforderungen gerade an die Mütter hoch. Zum anderen setzen sich die Eltern selbst häufig unter enormen Druck.

Für diese erste Umbruchsphase ist es wichtig, dass den Familien das ausgiebigen Miteinander-Vertraut-Werden ermöglicht wird. Dies kann zum Beispiel durch eine fürsorgliche und unaufdringliche Unterstützung im Haushalt oder bei der Versorgung älterer Kinder geschehen.

Ein ‚Stimmungstief‘ bei Mutter (oder Vater), das länger anhält, wird als Wochenbettdepression bezeichnet.

Wochenbettdepression

Eine Wochenbettdepression ist eine psychische Erkrankung. Sie wird in der Fachsprache Peripartale Depressionoder Postpartale Depression (PPD) genannt. Sie tritt bei 10 bis 20% der Frauen in der Schwangerschaft oder in den ersten zwei Jahren nach der Geburt auf und kann auch Männer betreffen.

Auf den folgenden Seiten erläutere ich Ihnen gerne, was genau eine peripartale Depression ist, was ihre Anzeichen sind, wie sie erkannt und wie sie behandelt werden kann.